
Lachende Liberale: Benjamin Bengsch (rechts) wurde erneut zum Vorsitzenden der Hennigsdorfer FDP gewählt.
Ihn unterstützen im Vorstand Wilfried Reipert (links) und Horst-Peter Stein.
Foto: privat
Eine Partei fast ohne Fußvolk
Hennigsdorfs FDP hat sechs Mitglieder - fünf gehöhren jetzt dem Vorstand an
HENNIGSDORF (rol) . In der Hennigsdorfer FDP ein einfaches Mitglied ohne parteipolitische Funktion zu sein, ist gar nicht so einfach. Die sechs Liberalen haben am Dienstag (den 20.01.2009) in Nieder Neuendorf einen neuen Vorstand gewählt. Und der besteht aus fünf Mitgliedern.
An der Spitze gab es keinen Wechsel. Benjamin Bengsch wird weiterhin der Vorsitzende des liberalen Trüppchens bleiben. Neuer stellvertretender Vorsitzende ist Horst-Peter Stein aus Stolpe-Süd. Zum Beisitzer wurde Wilfried Reipert gewählt. Gegenstimmen gab es bei keinem der einzelnen Wahlgängen. Kraft ihrer Mandats in der Stadtverordnetenversammlung gehöhren zudem Peter Rösel und Ralf Nikolai dem erweiterten Vorstand an.
Während der Versammlung wurde auch diskutiert, ob sich die Zusammenarbeit der FDP mit der CDU in einer gemeinsamen Fraktion im Stadtrat bewährt hat. "Man kann einschätzen, dass das bisher funktioniert", unterstrich gestern der Stadtverordnete Peter Rösel. Dem möchte auch der FDP-Vorsitzende Benjamin Bengsch nicht widersprechen. Er sieht aber die Gefahr, dass die Hennigsdorfer liberale Politik nicht mehr so stark wahrnehmen wie zuvor. Bis zu den Kommunalwahl im September vorigen Jahres konnte die FDP eine eigene Fraktion bilden. Durch die Änderung des Wahlgesetzes ist dies nun erst ab einer Stärke von drei Abgeordneten möglich. Da hennigsdorfs Liberale aber nur mit zwei Mitgliedern im Parlament vertreten sind, mussten sie sich einen Partner suchen, um weiterhin Mitglieder in die Fachausschüsse senden zu können. Nachdem eine Offerte an die einzige bündnisgrüne Abgeordnete gescheitert war, kam die Zusammenarbeit mit der CDU ins Spiel.
Vier Monate nach der Kommunalwahl lobt Rösel nicht nur die Kooperation mit den Christdemokraten. Auch für den neuen SPD-Fraktionschef Matthias Kahl hat er nur gute Worte: "Er kommt uns relativ sympatisch daher, ist ansprechbar und hört zu."
Nichtsdestotrotz möchten die Liberalen stärker werden, um mehr in der Stadtpolitik mitmischen zu können. Bengsch: "Wir brauchen dringend neue Mitglieder."
Info: www.liberale-hennigsdorf.de
Artikel aus "Hennigsdorfer Generalanzeiger" vom 23.Januar 2009
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